Koreanologie an der Universität Wien

Seit 1964 gibt es an der Universität Wien Koreanisch-Sprachkurse und einführende Vorlesungen zur koreanischen Kultur. Als institutionell assoziierter Lehr- und Forschungsbereich war die Abteilung für Koreanologie dem Institut für Japanologie seit dessen Gründung im Jahr 1965 zugeordnet. Seit 1.1.2000 bilden die ehemaligen Institute für Japanologie/ Koreanologie und Sinologie das Institut für Ostasienwissenschaften, bestehend aus nunmehr drei Abteilungen, also "drei gleichberechtigten Konstituenten".

Geprägt wurde die Abteilung von ihrem langjährigen Leiter (ab 1972 als Assistent, später Assistenzprofessor) Ao.Prof. Dr. Sang-Kyong Lee, der im Jahr 2000 in den Ruhestand getreten ist, und dem Langzeit-Vorstand (ab 1978) des Instituts für Japanologie und Koreanologie, O. Univ.-Prof. Dr. Sepp Linhart. Bis im Jahr 1998 der "Antrag auf Errichtung einer Studienrichtung Koreanologie" eingereicht werden konnte, wurde v.a. das Lehrangebot kontinuierlich erweitert. Schon im Wintersemester 89/90 hielt man bei 20 Wochenstunden, im Wintersemester 01/02 konnten 30 Wochenstunden angeboten werden, im Wintersemester 03/04 umfaßt das Lehrangebot, nach einer kurzen "Durststrecke", bereits 34 Wochenstunden.

Die Korea Research Foundation stellte vom Wintersemester 1998 bis zum Sommersemester 2002 einen koreanischen Gastprofessor mit einer sechsstündigen Lehrverpflichtung. 2003 erhielt Dr. Rainer Dormels den Ruf zum ersten Univ.-Professor für Koreanologie an der Universität Wien.

Nach der Besetzung der Professur konnte mit der Vorgenehmigung individueller Studiengänge ein weiterer entscheidender Fortschritt erreicht werden. Erstmals konnte das Fach "Koreanologie" offiziell inskribiert werden. Ihren Abschluss fand die lange Entwicklung vom assoziierten Lehr- und Forschungsbereich zum vollwertigen Fachbereich jedoch erst im Laufe der letzten Monate mit der Implementierung zweier regulärer Studiengänge (Bachelor- und Masterstudium Koreanologie).